Zwergkiefer entnadeln

Sep 21

Nachdem meine kleine Zwergkiefer nun seit 2014 ungehindert wachsen durfte, war es Zeit mal wieder die Nadeln auszulichten.
Hier jedoch erst mal als Erinnerung der bisherige Werdegang von 2010 bis 2014:


Alle Bilder der Entwicklung sind hier zu finden: Kieferentwicklung

Vor dem Schnitt:

Die kleine Kiefer war so dicht geworden, das das Licht nicht mehr bis an die Äste im inneren  kommen konnte und die Gefahr bestand das kleinere Äste absterben und die bisherige sehr gute  Rückknospung für die Katz war.  Also habe ich wie vor 2 Jahren alle Nadeln, bis auf die diesjährigen, mit einer Schere entfernt. Viele ziehen hier das „zupfen“ der Nadeln vor, aber ich „zupfe“ prinzipiell nicht mehr, da dadurch die Gefahr besteht kleine Knospen die bereits angelegt sind zu zerstören. Durch das scheiden der Nadeln besteht diese Gefahr nicht und die kurzen Nadelstummel fallen innerhalb kürzester Zeit von alleine ab.
Hier der 1nstündige Vorgang zusammengefasst auf 1 Minute.

Nach dem Schnitt:


Nun darf die Kiefer bis zum Frühjahr die Umstellung von viel Grünmasse auf wenig Grünmasse durchmachen und wird dann komplett durch gedrahtet.
Dann natürlich hier mehr darüber.

KETO selbstgemacht

Okt 04
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Da ich nächstes Jahr einige Steinplatten und Felsenpflanzungen gestalten möchte, habe ich mich nach Keto-Erde umgesehen und natürlich auch gleich an die Möglichkeit gedacht Keto selber herzustellen. Japanische Keto-Erde  besteht ja zum größten Teil aus aus Schwarztorf und Lehm und warum sollte man solch ein Gemisch nicht auch selber herstellen können.

Ich habe also meinen Rindenhumus fein gesiebt, etwas schwarzen Ton vom Töpfern genommen und zum experimentieren auch noch etwas sehr feines Lava- und Bims-Pulver.

Wie in den folgenden Bildern zu sehen ist Keto damit ziemlich einfach selber herzustellen und mein Langzeitversuch hat gezeigt das es auch lange Formstabil bleibt und damit stehen Versuchen mit Pflanzungen im Frühjahr 2014 nichts mehr im Wege.

Die obigen Bilder entstanden Mitte Juni und heute sieht die Steinplatte, die die ganze Zeit im freien stand und dem Wetter ausgesetzt war, so aus:

Das ganze sollte also wenn es noch mit Moos abgedeckt und nicht wie in meinem Versuch dem Wasser direkt ausgesetzt ist, lange genug stabil bleiben um von den Pflanzen durch wurzelt zu werden und so eine stabile Form zu bilden.

Abmoosen – Warum, Wann, Wie, Tips & Tricks

Mai 24

Lange Zeit wollte ich mich mal genauer mit dem Thema Abmoosen beschäftigen und so entstand nach und nach dieser Artikel. Nachdem ich nun endlich 2 Pflanzen selber abmoose habe ich alle notwendigen Schritte auch als Fotos vorliegen und so steht der Veröffentlichung nichts mehr im Weg. Viel Spass beim Lesen und natürlich beim „Abmoosen“.
Der Artikel wird gleichzeitig in meinen Projektbereich kopiert und ist von nun an auch dort zu finden.

Abmoosen – Was ist das überhaupt.

Oft liest oder hört man vom Abmoosen 1 um Bonsai-Rohpflanzen oder sogar Teile von schon fertigen Bonsai als eigenständigen Baum zu erhalten. Das hört sich gut an und das ist es auch. Allerdings beschäftigen sich nur wenige mit diesem Thema und das ist eigentlich schade, handelt es sich beim Abmoosen doch um eine Technik mit der sehr schnell gutes Ausgangsmaterial  gewonnen werden kann

Wie funktioniert das nun eigentlich?

In der Theorie so: Durch das Abmoosen wird ein Teil einer Pflanze durch Unterbrechung des Saftflusses zur Wundkallusbildung angeregt woraus sich in einem feuchten Klima Wurzeln bilden können um das überleben der Pflanze zu garantieren.. Sobald genug Wurzeln gebildet wurden kann man diesen Teil komplett von der Ursprungspflanze trennen und erhält dadurch eine eigene, sich selbst versorgende Pflanze mit den identischen Eigenschaften der Ursprungspflanze.
Beispiel: Ein abgemooster Ast der  bereits geblüht hat wird auch als abgemooste Pflanze im nächsten Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit blühen. Eigenschaften der Ursprungspflanze gehen durch das Abmoosen also nicht verloren!

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Notes:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Abmoosen